5 Gründe warum deine Konversionsrate zu niedrig ist

Du verkaufst Produkte oder Dienstleistungen über deine Website? Du hast monatlich tausende von Besuchern, die deine Website über Suchmaschinen und Werbeanzeigen erreichen und dennoch erzielst du verhältnismäßig wenig Verkäufe? Dann ist es dringend Zeit, dass du dich mit deiner Konversionsrate auseinandersetzt und Maßnahmen ergreifst um diese zu optimieren. Anbei nenne ich dir fünf Gründe, die deine Besucher davon abhalten einen Kauf zu tätigen.

#1 Falsche Zielgruppe

Ein häufiger Grund, warum Besucher eine Website verlassen ist, weil sie sich vom angebotenen Produkt oder der angebotenen Dienstleistung nicht angesprochen fühlen und sich nicht dafür interessieren. Kennst du deine Besucher? Hast du deine Zielgruppe genau definiert? Falls nicht, solltest du das unbedingt tun und zwar möglichst spezifisch. 

 Beispiel: Junge Frauen zwischen 20 – 30 Jahren aus Berlin und Umgebung mit großem Interesse an Mode und Lifestyle, die vorwiegend mit dem Smartphone surfen.

Überprüfe anschließend, ob die Besucher deiner Website die Kriterien deiner Zielgruppe erfüllen. Verwende Google Analytics (Lasche Zielgruppe), um geo- und demografische Merkmale sowie Gerätewahl und Interessen deiner Besucher abzufragen. Sollten die Ergebnisse nicht mit den Kriterien deiner Zielgruppe übereinstimmen, hast du womöglich den Grund für die schlechte Konversionsrate gefunden. Anbei ein Beispiel für ein negatives Ergebnis.

Ergebnis der Analyse: 80 % der Besucher sind männliche Ü30, aus allen Regionen Deutschlands, mit unterschiedlichen Interessen, die vorwiegend auf dem PC surfen.

Sollte das Ergebnis wie im obigen Beispiel von deiner angepeilten Zielgruppe abweichen, musst dich mit deinen Traffic-Quellen auseinandersetzen. Offenbar gelangen die „falschen Leute“ auf deine Website, was oft mit einer nicht zielgruppengerechten Kommunikation nach außen zusammenhängt.

#2 Schlechtes Design

Das Auge isst bekanntlich mit. Dieser Spruch kennt wohl jeder. Bei Websites und Online-Shops ist es nicht anders. Ein überholtes oder hässliches Design wirkt für Besucher wenig professionell und schreckt sie ab, was zu einer hohen Absprungrate führt. Eine ansprechende und modern designte Website hingegen, ruft positive Emotionen in uns hervor und stärkt das Vertrauen in die Marke bzw. den Anbieter. Ein Unternehmen, das gutes Design verinnerlicht und perfektioniert hat, ist z.B. Apple. Nicht nur die Produkte werden für ihr perfektes Aussehen geschätzt, sondern auch die Website ist meiner Meinung optisch äußert gelungen und überzeugend.

Heutzutage gibt es online zahlreiche bewährte Templates, die man für die eigene Website oder den Online-Store verwenden kann, ohne dass man selbst Grafiker sein muss. Wichtig ist, dass man die Optik nicht isoliert betrachtet und dass diese zum Gesamtauftritt passt. Die optischen Elemente müssen den Besucher beim Navigieren auf der Seite sowie beim Kaufprozess unterstützen und dürfen ihn nicht behindern, weshalb wir im nächsten Teil zur Benutzbarkeit übergehen.

#3 Benutzbarkeit (Usability)

Wie bereits beim Design angedeutet, sollte eine Website nicht nur optisch ansprechend, sondern ebenfalls möglichst benutzerfreundlich sein. Das bedeutet, dass der Besucher beim Navigieren auf den Seiten nicht auf Hindernisse stoßen sollte, die seine Surferfahrung beeinträchtigen, da dies womöglich zu einem sofortigen Absprung führen würde. Folgende Punkte solltest du vermeiden, wenn du deine Website benutzerfreundlich gestalten möchtest:

  • Übermässiger Einsatz von Werbemitteln
    Zu viele Werbeanzeigen und Pop-Ups können den Besucher verärgern und gefährden somit dein Hauptgeschäft. Gestaltete deine Website möglichst werbefrei, sofern du es dir erlauben kannst.
  • Lange Ladezeiten
    Niemand wartet gerne bis die Seite oder das Formular geladen wurde. Stelle sicher, dass deine Website über eine vernünftige Ladegeschwindigkeit verfügt. Die Ladezeiten der einzelnen Seiten kannst du mit Google Analytics abfragen.
  • Suboptimale Formulare 
    Formulare kommen dann zum Einsatz, wenn Kundendaten erfasst werden müssen z.B. bei Bestellungen oder Anfragen. Dieser Prozess ist für den Kunden eher mühsam und sollte nicht mit zusätzlichen Barrieren wie unnötige oder schlecht platzierte Formularfelder verschlechtert werden. Denk daran, dass niemand gerne persönliche Daten weitergibt, weswegen du nur die wirklich notwendigen Angaben abfragen solltest.
  • Mangelnde Menüstruktur und schlecht positionierte Buttons
    Nichts ist mühsamer, als wenn der Besucher nach einer Information sucht, aber den entsprechenden Bereich bzw. Link nicht findet. Stelle sicher, dass deine Menüstruktur Sinn macht und der Besucher einfachen Zugang zu deinen Inhalten hat. Achte darauf, dass Call-of-Action-Buttons (z.B. jetzt kaufen) klar ersichtlich und für den Besucher mühelos zu erreichen sind.

#4 Geringes Vertrauen

Mangelndes Vertrauen der potenziellen Kunden in den Anbieter ist wohl einer der häufigsten Gründe warum Online-Bestellungen nicht erfolgen. Gerade für neu gegründete Unternehmen ist es oft schwierig Besucher von Ihrer Seriosität und Professionalität zu überzeugen. Ein Mittel um dagegen vorzugehen ist die Einbindung von Trust-Elemente in Website. Das können zum Beispiel

  • positive Kundenbewertungen,
  • Referenzen von Experten,
  • Verweise auf Medienberichte,
  • Gütesiegel (z.B. Trusted Shops),
  • sichere Bezahlmöglichkeiten (z.B. PayPal),
  • Verschlüsselung der Website (Https),
  • Social-Media-Kanäle die regelmässig gepflegt werden
  • oder überzeugende Werbevideos (und/oder Erklärvideos) sein.

Des Weiteren hilft es in die eigene Marke zu investieren und diese langsam, aber kontinuierlich mit entsprechenden Werbemitteln aufzubauen. Vertrauen und Transparenz zu schaffen ist eine langfristige und nicht immer günstige Angelegenheit, die jedoch mit Stammkundschaft, kostenloser Werbung in Form von Mund-zu-Mund Propaganda sowie einer besseren Konversionsrate belohnt wird.

#5 Preise

Wenn es um die Optimierung der Konversionsrate geht, muss auch der Preis genannt werden. Gerade in der heutigen Zeit, wo man Produkte innert Sekunden online vergleichen kann, ist es wichtig, dass unserer Preise konkurrenzfähig sind bzw. nicht über dem Marktdurchschnitt liegen. Vergleiche deine Preise mit denen der Konkurrenz und pass sie bei Bedarf an. Beachte ebenfalls die Rabattaktionen deiner Mitbewerber und frag dich, ob das in deiner Marketingstrategie auch eine Option wäre. Denk daran, dass viele Menschen besonders preissensitiv sind und sich in der Regel für das günstigere Produkt entscheiden.

Des Weiteren sollten die Preise auf der Website verbindlich und klar ersichtlich sein, ohne dass der Besucher lange danach suchen muss. Fehlende und undurchsichtige Preisangaben zeugen nicht von Transparenz und führen zu Absprüngen.

Fazit

Das waren die meiner Meinung nach wichtigsten Gründe, warum Konversionen nicht wie geplant erfolgen. Die Optimierung der Konversionsrate ist ein stetiger Prozess und muss immer wieder neu angegangen werden, da sich Technologien und Kundenverhalten mit der Zeit ändern. Dieser Aufwand darf nicht unterschätzt werden, jedoch lohnt es sich dranzubleiben um alles aus dem vorhandenen Traffic zu heraus zu holen und somit auch profitabler zu werden.

Hat dir dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich über dein Feedback. Falls du eine Anregung oder eine Frage zum Thema hast, kannst du dies gerne in die Kommentare schreiben. Ich werde dir dann zeitnah antworten.

Über digitalpower 7 Artikel
Hallo!  Ich habe einen Bachelor of Science in Business Administration und bin Gründer von zwei Online-Startups. Auf diesem Blog berichte ich über meine Erfahrungen und mein Wissen zu den Themen Online-Marketing, SEO und Digitalisierung.

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